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Glossar zu "Space Games - Mitspieler" 1/2

Fußnoten, Endnoten oder Glossar genannt, sind die kurzen Erklärungen von besonderen Begriffen. Die Glossar befinden sich natürlich auch in den Büchern, ich will hier auf der Seite aber alle Glossar zusammenfügen und ein Space Games Lexikon erstellen.

Dazu werde ich, hier im Blog, noch erklären, welche heutige Technologie der Keim zu den High Tech Fiktionen ist und wie ich die gesellschaftlichen Auswirkungen entwickle.

1. Aribal-II
Ein erdähnlicher Planet im nicht kolonisierten Aribal-System. Der Planet verfügt bereits über eine dünne CO2 Atmosphäre. Salz und Süßwasser liegen vor. Seit dem Jahr 2455 umfliegt das Forschungszentrum Demeter den Planeten. Es ist das erste von drei geplanten Forschungszentren, für Atmosphärenanpassung und Terraforming.

2 Hologrammlinse
Ein Gerät zur Hologrammerzeugung, das auf dem Effekt der Lichtinterferenz beruht. Die klassische Hololinse gleicht im Aufbau einer Schneekugel, nur das die Glaskuppel aus zwei übereinander liegenden konvexen Glaslinsen besteht. Beide sind mit einer Reihe Materialien beschichtet, deren punktuelle Lichtdurchlässigkeit und Brechungsindex genau gesteuert werden können. Dabei sind beide Linsen auf der Ober- wie auch auf der Unterseite beschichtet. Dieser Teil wird Umgangssprachlicht als Kuppel bezeichnet. Das Innenleben der Linse nennt man Lampe. Es besteht aus einer Landschaft von hunderten beweglichen Mikrolasern, die auf die Glaskuppel gerichtet sind. Das Herz der Laser ist der sogenannte photo-Transistor, ein Bauteil, das die Wellenlänge des emittierten Lichts in Nanosekunden wechseln kann. Die Laser scheinen gleichzeitig auf die Kuppel, die wiederum das Licht abschwächt und/oder ablenkt. Die beschichteten Glaslinsen können die einzelnen kohärenten Lichtstrahlen so umleiten, dass sie sich in einer definierten Entfernung gegenseitig auslöschen oder verstärken. Der Effekt der Lichtinterferenz wird also genutzt, damit das Hologramm in der Luft entsteht und nicht als wirres Lichtmuster gegen die nächste Wand geworfen wird.

3 Drohnenschwarmführer
Drohnenschwarmführer ist ein Begriff aus den Anfängen des einundzwanzigsten Jahrhunderts. Er wurde vom Begriff des Hundeführers abgeleitet, wie er bei Polizei, Armee und Rettungskräften eingesetzt wurde. Die zur Entstehungszeit eingesetzten Kampfdrohnen waren zwar in der Lage bewaffnete Einheiten zu bekämpfen, konnten aber keine komplexeren Strategien verfolgen oder ethische Verhaltensregeln befolgen. Die Steuerung aus einer weit entfernten Basis war wegen der langen Kommunikationswege ungeeignet. Aus diesem Grund übernahm ein Mensch vor Ort die Entscheidungen.
In heutiger Zeit operiert ein DSF meist autonom, nur umgeben von seinen Einheiten.

4 Ewige Dreißiger
Als ewige Dreißiger wird der Altersabschnitt bezeichnet, der nach den ersten drei Dekaden des Lebens eingeleitet wird. Der Alterungsprozess der Zellen wird durch eine Gentherapie drastisch verlangsamt. Dieser Altersabschnitt dauert in der Regel siebzig Jahre, in denen ein Mensch nur unmerklich altert. Danach ist die maximale Zeitspanne erreicht, in der die zelluläre Alterung verlangsamt werden kann. Es folgen die letzten Lebensdekaden, in denen der Körper gemeinhin schneller altert, als zu Beginn seines Lebens. Die durchschnittliche Lebenserwartung liegt so bei einhundertzwanzig Jahren.
Es existieren zwar weitere lebensverlängernde Maßnahmen, diese lösen jedoch oft schwere zelluläre Nebenwirkungen aus.
Gesellschaftlich ist eine noch längere Lebensspanne verpönt. Der natürliche Tod wird als trauriger aber notwendiger Prozess der Erneuerung angesehen.

5 KoToS
Ein Kommunikations-Tornister zur Schwarmkontrolle ist eine tragbare, multispektrale Funkeinheit, die meist über eine cerebrale Schnittstelle direkt mit dem Gehirn des Trägers verbunden ist. Durch den Tornister ist es dem Drohnenschwarmführer möglich nonverbal mit seinen Drohnen zu kommunizieren. KoToS gibt es in militärischen und nicht militärischen Ausführungen.
Nichtmilitärische Tornister werden in der Sicherheit, dem Katastrophenschutz so wie in der Forschung und der Industrie eingesetzt.

6 Routine
Eine Routine ist eine standardisierter Teilaufgabe eines Computerprogramms. Allerdings können auch mehrere Programme zu einer Handlungsroutine zusammengeschlossen werden.

7 Epigenetik
Dieses Fachgebiet befasst sich mit der Beeinflussung der Genfunktionen durch äußere Faktoren. Dies sind zum Beispiel Umweltgifte oder auch körpereigene Hormone. Epigenetische Faktoren können maßgeblich beeinflussen wie die Erbinformationen ausgelesen oder umgesetzt werden. So werden eineiige Zwillinge mit identischem Erbgut geboren, können sich durch epigenetische Einflüsse aber in Größe oder Intelligenz unterscheiden.

8 Luftfilter-Textilien
Die künstlichen Filtertextilien folgen dem Schwammprinzip. Ihr Gewebe besteht aus vielen Fäden einzelner ionenaustauschender Polymere. Jeder der Fäden filtert ein anderes toxisches Gas aus der Atemluft, wie etwa Kohlenstoffmonoxid, Kohlenstoffdioxid oder schwefelige Stoffe. Durch die Vermischung dieser Fäden schützt das Gewebe vor dem ganzen Spektrum. Vor und hinter dem Gewebeschwamm ist eine Schicht Partikelfilter verbaut.

9 Sprungtor
Die Funktion der Sprungtore? Das verstehen Sie sowieso nicht.
Das wollen Sie wirklich wissen? Sind Sie etwa Stel-lar-phy-si-ker oder was?
Also gut, wenn sie wollen: Mit den Sprungtoren wird eine Raumfalte oder besser gesagt, ein Loch in den einfachen vierdimensionalen Raum gestochen, dann wird die Masse des zu katapultierenden Objekts »Spagettisiert« (Hawkings Idee, nicht meine) und dann durch einen Subraum geschoben, wie eine Nadel mit Faden unter den Stoff. Oder besser gesagt wie Strom an einer Oberfläche, denn durch ein vorausgeschicktes Signal weiß das Zieltor, dass es als Ausgang genutzt werden soll. Dann öffnet es sich und so wird dies der Punkt mit dem geringsten Austrittswiderstand. Die Materie taucht dort wieder aus und -PLOP- sind sie am Ziel. Durch dieses Vorreitersignal wird auch geklärt, ob ein Sprung gerade möglich ist oder ob zu diesem Tor bereits eine Verbindung besteht.
Sag ich doch, unverständliche Voodoophysik!

10 Flotte → interstellare Flotte der interstellaren Streitkräfte.
Die Interstellare Flotte ist die größte Teilstreitkraft der interstellaren Streitkräfte. Ihre Aufgabe ist die Sicherung und Verteidigung aller kolonialisierten Systeme der vier Sektoren. Um einen Zusammenhalt der Streitkräfte zu gewährleisten und die Möglichkeit eines Bürgerkriegs zu minimieren, ist die Flotte nicht den autonomen Sektorparlamenten zugeteilt, sondern dem Zentralparlament im Sol-System. Dieses wiederum setzt sich direkt aus Vertretern aller Systeme zusammen. Die Sektorverwaltungen und Sektorparlamente haben lediglich eine überwachende Funktion über die Streitkräfte, die in ihren Gebieten im Einsatz sind.

11 BrainClean©
Wenn Sie BrainClean© noch nicht probiert haben, haben Sie noch nicht gelebt!

12 Hämoglobinanomalie von Streifengänsen
Durch eine Mutation des Hämoglobin können Streifengänse besonders effektiv aufnehmen, etwas wenn weniger davon in der Luft ist oder wen ein sehr niedriger Druck herrscht.
www.faz.de/aktuell/wissen/natur/zoologie-die-sensationelle-fitness-der-streifengans-12884249.html
Hämoglobine, XLVII. Das Hämoglobin der Streifengans (Anser indicus). Primärstruktur und Physiologie der Atmung, Systematik und Evolution von Walter Oberthür/Gerhard Braunitzer/IreneWürdinger

13 Algorithmus
Ein Algorithmus ist eine eindeutige, eng definierte Handlungsvorgabe, um Aufgaben und Probleme zu lösen. Algorythmen umfassen eine festgelegte Anzahl an Anweisungen und Verboten.

14 Manipulator
Manipulator ist die allgemeine Bezeichnung des Teils eines Roboters, mit dem er seine Umgebung manipuliert, also anfasst, bewegt oder greift. Ein mechanischer Arm, der jedoch in viele verschiedene Bauweisen auftritt. Die am häufigsten auftretende Variante ist die des beweglichen Schlauchs mit drei Fingern.

15 Das Gesetz der warmen Hand
Das Gesetz der warmen Hand ist eines der Grundgesetze der menschlichen Zivilisation des vierundzwanzigsten Jahrhunderts. Als sechzehnter Artikel der Verfassung der vereinigten Kolonien aus dem Schoß Terra, beschreibt es die Pflicht, einem hilfsbedürftigen Menschen immer einen Menschen zur Kontaktaufnahme gegenüber zu stellen. »Damit die Not, das Leid aber auch die Wut verzweifelter, verletzter und enttäuschter Menschen mit menschlichen Augen gesehen wird.«
Das Gesetz hat seinen Ursprung im Digitalisierungs-begrenzungsschlüssel-gesetz, aus dem einundzwanzigsten Jahrhundert. Dieses schrieb vor, dass Beschwerden, zu essenziellen Bereichen des menschlichen Lebens, wie Gesundheit, Sicherheit und Bildung, nicht allein einer digitalisierten und dadurch anonymisierten Stelle überlassen werden dürfen. Auch sollte gewährleistet werden, dass die Verantwortung bei einer namentlich bekannten Person lag, und nicht im Arbeitspool einer Gruppe oder gar einem, dem Kläger unbekannten Prozess.
Damit war das Gesetz der Gegenentwurf zum Vorgehen vieler Konzerne, die immer umfangreichere Verwaltungsapparate schufen, um der Verantwortung verschleppter Verfahren zu entgehen.

 

Das war der erste Teil, der Zweite liegt hier.

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